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Kategorie: Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische Medizin

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Akupunktur

Hintergrund/Kontext

Archäologische Funde beweisen die Verwendung von Steinnadeln und Bambussplittern als therapeutische Instrumente bereits vor 4000-6000 Jahren. Schriftliche Erwähnung findet die Akupunktur erstmals 200 vor Christus.

Beschreibung Akupunktur

Akupunktur ist eine der 5 Säulen des Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Mit Hilfe von Akupunkturnadeln wird der Qi-Fluss des Körpers, die Lebensenergie, die durch die Energieleitbahnen im Körper strömt, beeinflusst.
Die Nadeln werden dafür an definierten Punkten auf diesen Bahnen, den Meridianen, gesetzt.
365 Punkte sind auf den 12 Hauptleitbahnen beschrieben. Vervollständigt wird dieses Meridiansystem durch acht Außerordentliche Leitbahnen und etliche Extrapunkten, die zum Teil auf den Meridianen, teils daneben liegen.
Jeder Punkt hat bestimmte Indikationen und Qualitäten entsprechend seiner Zugehörigkeit zu einer Punktkategorie.
Die TCM-Diagnose bestimmt die Punktauswahl und die verwendete Technik. Die Nadeln unterschiedlicher Länge und Dicke können kräftigend bewegt oder ausleitend manipuliert werden.


Eine Akupunktursitzung dauert neben dem Gespräch etwa 30 Minuten, während denen der Patient ruhig und entspannt liegt oder bequem sitzt. Es werden so wenig Nadeln wie möglich benutzt.


Für wen und wann?

Für alle, ausgenommen Säuglinge und kleine Kinder. Für diese können Nadeln durch aufgeklebte Sesamsamen ersetzt werden.
Anwendungsgebiete sind sowohl akute Erkrankungen, die nicht dringlicher schulmedizinischer Behandlung bedürfen, als auch chronische Zustände von Schlaflosigkeit über Allergien,  Suchterkrankungen, psychosomatische Beschwerden, Schmerzzustände bis zu inneren Erkrankungen der Atemwege, des Magen- Darmtraktes sowie rheumatische Beschwerden.

Die Wirkungsamkeit der Akupunktur ist wissenschaftlich durch zahlreiche Studien nachgewiesen, wartet aber noch auf die allgemeine wissenschaftliche Anerkennung.

Gegenanzeigen

Das Nadeln spezieller Punkte, zum Beispiel während der Schwangerschaft, ist kontraindiziert.
Personen, die unter Drogen stehen, zu Krampfanfällen neigen oder sich in psychotischen Zuständen befinden, sollten nicht akupunktiert werden.
Menschen, die aufgrund eines schwachen Kreislaufs schnell kollabieren, müssen auf jeden Fall im Liegen behandelt werden.

Preise und Bedingungen

Die Anamnese bestimmt über die Anwendung von Akupunktur, dauert meist 1 bis 2 Stunden und kostet zwischen 60,- und 150,- Euro.
Behandlungen finden je nach Fall wöchentlich oder im Abstand mehrerer Wochen statt und kosten 40,- bis 80,- Euro.

Akupunktur wird sowohl von ÄrztInnen als auch von HeilpraktikerInnen ausgeübt. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten ausschließlich Akupunktur, die von ÄrztInnen ausgeführt wird und nur bei wenigen Krankheitsbildern wie Rückenschmerzen und Arthrose - bitte erkundigen Sie sich vorher.

Autorin:
Ina Frenzel, Heilpraktikerin
www.ina-frenzel.de

Quelle:
Eigene Zusammenstellung

Datum:
13.12.2016

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